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Archiv - Aufbereitung der Bücher

Das Archivmaterial befindet sich jetzt in der Musikschule und wir sichten es zurzeit.

 

Regale und Bücher

Bei der 'Buchpflege' werden die Bücher einzeln aus den Regalen genommen und auf einem Tisch so gestapelt, dass der Kopfschnitt an der Tischkante zu liegen kommt; auf den Stapel wird mit einer Hand Druck ausgeübt, mit der anderen wird mit der Möbelbürste eines Staubsaugers der Schnitt abgesaugt.

Empfehlenswert sind nicht zu große Bodenstaubsauger, deren Abluft mit speziellen Feinststaub- und Mikrobenfiltern gefiltert wird. (Infrage kommen Keimfilter der Verwendungskategorie K 1 / K 2 oder Staubklasse H nach EU-Einteilung, ferner HEPA [high-efficiency particulate air filter], auch als Schwebstoffklasse-Filter bezeichnet.) In der Zwischenzeit werden die Regalböden von einer zweiten Person mit Wasser, dem Putz- oder Desinfektionsmittel zugesetzt wurden, schwach feucht gereinigt. Die Böden müssen in jedem Fall absolut trocken sein, ehe die Bücher - in der richtigen Reihenfolge -wieder eingestellt werden können. Eine weitergehende Reinigung der Einbände ist im Zuge einer Buchpflege nicht angeraten!

 


 

Die staubige Seite der Wissenschaft

Kreisarchivar Bernd Breitkopf und seine Mitarbeiterin Lisa Kremer berieten die Gruppe „Archiv“ des Freundeskreises Heimatmuseum Östringen über den Umgang mit Archivmaterial.

Dieses war in der Vergangenheit unsachgemäß in feuchten Kellern und undichten Dachgeschossen gelagert bis es schließlich von Mitarbeitern des Freundeskreises in einem ehemaligen Schulsaal der jetzigen Musikschule untergebracht wurde.

Die Bücher sind verstaubt, zum Teil vom Pilz befallen und zerfleddert. Inzwischen sind sie oberflächlich entstaubt.  Nach der fachmännischen Beratung wollen sie die Mitarbeiter ordnungsgemäß und nach zeitgemäßen Erkenntnissen der Archivierung lagern.

Breitkopf empfahl die Folianten gründlich mit dem Staubsauger vom Staub zu befreien, die Einbände mit verdünntem Alkohol zu reinigen und gut zu verpacken. Der Fachhandel liefere nach Bedarf zugeschnittene Umschlagbögen und säurefreie Kartons. Bei deutlichem mehrfarbigem Schimmelbefall müsse man auch den Mut aufbringen, die Bücher auszusortieren und zu vernichten.

Bei erhaltenswerten Büchern käme auch eine Restaurierung in Frage. Der Archivar dokumentierte den Zustand einiger Exemplare, um mit der Restauratorin des Landesmuseums Bettina Heck die Kosten der Instandsetzung zu ermitteln.
Gabriele Offner hatte mit ihrer Arbeitsgruppe den Bestand des Archivs in den letzten zwei Jahren erfasst. Nun soll er nach den Vorgaben der amtlichen Registratur gekennzeichnet, abgelegt und im Excel-Dateiformat in den Rechner eingegeben werden. Suchfunktionen im PC und ein Findbuch sollen das Auffinden erleichtern. Wenn die zeitaufwändigen Arbeiten erledigt sind, wird eine effektive Nutzung der Akten möglich sein.  (Bac)

 Auf die Arbeitsgruppe „Archiv“ des Freundeskreises Museum Östringen wartet viel Arbeit. (v.l. vord. Reihe): Lisa Kremer, Gabriele Offner, Sybille Lidicky; stehend: Jürgen Zaers, Karl-Heinz Breitner, Bernd Breitkopf.

 

 

 

 

 

 

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